52. Greifswalder Boddenetappen 2024

Ende August standen wieder einmal die Boddenetappen auf unserem Plan. Dieses Jahr wieder in der klassischen Konfiguration mit drei Rennen; am Freitag abend nach Lubmin, Sonnabend nach Lauterbach und Sonntag zurück nach Greifswald. Die Vorhersage prognostiziert Hack am Freitag, Mittelwind am Sonnabend und nochmal Hack am Sonntag… schauen wir mal. Gemeldet sind in diesem Jahr leider nur 48 Schiffe, verteilt über vier Klassen.

Wir starten in der Klasse IBSS 1 unter ORC, mit Heiko an der Pinne, Micha, Stefan, Maik, Basti, Ralf und Georg. Am Freitag abend bläst wie vorhergesagt ein ordentlicher West mit mit 20-25 Knoten, in den Böen auch deutlich mehr. Über unseren Start breiten wir lieber den Mantel des Schweigens… wir sind nämlich eine Minute zu spät an der Linie. Dafür haben wir auf der kurzen Startkreuz freien Wind und erreichen die Luvtonne etwa in der Mitte des Feldes. Auf dem anschließenden Downwind bis zur Tonne Greifswald ziehen wir nur den kleinen A3-Gennaker. Das ist mehr als genug Fläche – Wildcard rast los wie verrückt, bleibt aber unter Kontrolle, während wir um uns herum etliche kunstvolle Sonnenschüsse beobachten.

Für die beiden Melges 24 in unserer Klasse sind es Traumbedingungen, die beiden düsen im Vollglitsch an uns vorbei, als ob wir die Handbremse angezogen hätten. An der Tonne Greifswald müssen wir halsen, und auch das klappt, obwohl es gefühlt den Traveller aus dem Boot reißt, als das Groß überkommt. An der nächsten Tonne Ariadne steht noch eine Halse an, danach kommt ein Halbwindkurs zum Ziel vor Lubmin. Vor der Tonne kommt der Gennaker runter, und als wir sehen, wie ein Schiff vor uns in der Halse die Kontrolle verliert und in die Sonne schießt, entscheiden wir uns wie einige andere für die sichere Variante und fahren eine Q-Wende. Auf dem letzten Schenkel legt der Wind nochmal ordentlich zu, wir haben bis 34 Knoten. Trotzdem bekommen wir Wildcard ohne Katastrophen als viertes Boot ins Ziel, hinter den beiden Melges 24 und der X-41 Imagine. Berechnet macht das einen schönen vierten Platz. Und die Nachrechnung ergibt, dass auch ein pünktlicher Start nicht zu einer besseren Platzierung geführt hätte 🙂

Nach der Party am Freitag abend in Lubmin geht es Sonnabend auf einen langen Rundkurs mit diversen Manövern kreuz und quer über den Bodden. Das Wetter ist wie ausgetauscht – warm, Sonne und 10-12 Knoten Wind, perfekt! Wir starten als einziges Boot ganz links, was prima funktioniert und uns als zweites Boot hinter der X-41 Imagine die Luvtonne runden lässt. Auch das Ziel vor Lauterbach erreichen wir nach knapp 4,5 Stunden als Zweiter. Berechnet wird es ein dritter Platz.

Am Sonntag weht es dann wieder mit über 20 Knoten aus West. Es gibt eine kurze Startkreuz, bei wir wieder als zweites Boot um die Luvtonne gehen, dann schließen sich Anlieger- und Halbwindkurse bis zum Ziel vor der Wiecker Mole an. Wir kommen hinter der X-41 Imagine und der Melges 24 Laika als Dritte ins Ziel, berechnet wird es aber nur ein 5. Platz.

In der Gesamtwertung landen wir damit auf Platz 4. Glückwunsch an die Hanse 370 Relax de Luxe, die Melges 24 Laika und die X-41 Imagine auf den ersten drei Plätzen! Das hat mal wieder Spass gemacht, und wir sind froh, dass bei diesen Bedingungen alles heil geblieben ist. Danke an das Team, an Wildcard und an Wettfahrtleitung & Organisation!

Ergebnisse hier, und hier eine Fotogalerie.

Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Erstelle eine Website oder ein Blog auf WordPress.com

Nach oben ↑