8. BoddenSolo 2024

Das mittlerweile 8. BoddenSolo/Double war dieses Jahr ein wirklich windiges Rennen – wohl auch deshalb stehen am Ende von 23 gemeldeten Schiffen nur 13 auf der Ergebnisliste. Wir starten diesmal doublehand mit Rolf und Micha. Bereits am Start in der Dänischen Wieck steht ein heftiger Nordnordost mit konstant 20 Knoten, in den Böen auch mehr, so dass wir uns für die kleine Genua 4 und ein Reff entscheiden.

Die Wettfahrtleitung David & Vicky kennt kein Erbarmen und schickt uns auf eine 13 Meilen lange Kreuz bis zur Tonne Reddevitz vor der Insel Vilm. Sobald wir aus der Dänischen Wieck raus sind, kommt zum Wind auch noch eine fiese, steile Boddenwelle dazu, die Wildcard einige Male zum U-Boot mutieren lässt. Unser direkter Gegner ist die Luffe 40.04 Prettynama mit Max Müller und Max Steigel, die denselben Rennwert wie Wildcard hat. Nachdem wir am Start so gut wie gleichauf sind, fährt Prettynama dann deutlich höher, aber auch langsamer, so dass wir in Lee langsam von ihr wegziehen. Am Ende des Greifswald-Fahrwassers wendet Prettynama weg von uns und fährt links raus. Wir überlegen kurz, ob wir mitgehen sollen, entscheiden uns dann aber dazu, rechts zu bleiben – wie sich später herausstellt, der taktische Fehler unseres Rennens 🙂

Die Kreuz bis zur Tonne Reddevitz ist ein echter Kampf, wir werden ordentlich durchgeschüttelt und fragen uns, wie das wohl auf den kleineren Booten sein mag. Als wir an Tonne Reddevitz ankommen, taucht Prettynama von links wieder auf, leider vor uns. Wie sie später erzählen, gab es dort links einen schönen 30-Grad-Winddreher in der Nähe vom Strelasund, der bei uns auf der rechten Seite leider nie zu sehen war. Naja…

Kurz vor der Tonne Reddevitz reffen wir aus, und dann gibt es bis zur Tonne 4 des Strelasund-Fahrwassers eine schöne 7-Meilen-Rutsche, auf der Wildcard ordentlich aufdreht und mit acht bis zehn Knoten Speed losdüst. Von Tonne 4 geht es dann auf eine kurze, drei Meilen lange Vorwindstrecke bis zur Tonne Greifswald. Hier hätten wir durchaus den Gennaker ziehen können, aber ich votiere dagegen, wohl etwas übervorsichtigerweise, zumal auch Prettynama kein Vorwindsegel zieht. Die letzte Etappe von Tonne Greifswald bis ins Ziel vor der Wiecker Mole ist dann nochmal ein schöner Raumgang, auf dem Wildcard die Wellen mit bis zu 12 Knoten runtersurft.

Zieleinlauf, Foto: Arne Siedler

Wir absolvieren die 28 Meilen Rennstrecke in insgesamt 4h 23min und landen damit auf dem zweiten Platz unserer Klasse. Prettynama kommt 2 Minuten vor uns ins Ziel und gewinnt damit. Glückwunsch, Max & Max! Am Abend gibt’s noch eine kleine Abendveranstaltung in der ASV-Halle, bei der auch von anderen Booten der mystische Dreher auf der linken Seite bestätigt wird, und Gerüchte über einen Hiddensee kursieren, der unter Spi 12 Knoten gesurft ist…

Trotz der anspruchsvollen Bedingungen hat’s wieder richtig Spass gemacht, vielen Dank an Wettfahrtleitung & Organisation! Ergebnisliste hier.

Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Erstelle eine Website oder ein Blog auf WordPress.com

Nach oben ↑