Ende Mai / Anfang Juni stand mal wieder die Stralsunder Segelwoche auf dem Programm.
Wie immer, beginnt sie am Mittwochabend mit dem Preissegeln im Rahmen der Stralsunder Mittwochsregatta. Dieses Mal gibt es mehr als ausreichend Wind, in Böen bis zu 23 Knoten. Wildcard startet mit Ingo an der Pinne, Micha, Stefan, Georg, Gunthi, Ralf und Volker. Gesegelt wird der übliche olympische Kurs mit zwei Dreiecken und einem Up/Down. Dabei muss Ralf’s Kopf eine unsanfte Begegnung mit dem Großbaum überstehen, und Georg rettet als Held des Tages den Spi davor, als Treibnetz zu enden, nachdem sich das Spifall beim Bergen irgendwie am Mast verhakt. Trotz aller „Situationen“ bleibt alles heil und wir können einen Klassensieg einfahren 😊 Hier die Ergebnisse.
Am Freitagabend geht es dann bei deutlich entspannterem Wetter auf die große Runde um Rügen herum, jetzt mit den Steuerleuten Stefan und Gunthi, Micha, Christian, Basti und André. Leider haben insgesamt nur 24 Schiffe gemeldet, so dass die Klassen entsprechend klein sind. Zumindest in unserer ORC-Klasse sind aber sieben Boote am Start.
Die Windvorhersage lautet seit Tagen für den Abend und die ganze Nacht auf Flaute, umso mehr staunen und freuen wir uns, dass wir am Start um die 12 Knoten Wind haben, und auch in der Nacht der Wind nie ganz einschläft. Das Rennen beginnt mit einer kurzen, knackigen Startkreuz, dann einem kurzen Spi-Gang in die Deviner Bucht und darauf einer langen Kreuz durch den Strelasund.


Während wir nach der Startkreuz noch das Feld anführen, werden wir bald von der schnelleren X-41 Intoxicated überholt. Über den Greifswalder Bodden bleibt es dann bei einem langen Am-Wind-Schlag, trotzdem erreichen wir das Landtief noch im Hellen gegen 20.30 Uhr. Hier kommt jetzt auch der Code0 zum Einsatz, aber nur kurzzeitig bis etwa zum Nordperd, wo wir auf den Spi wechseln. Hier müssen wir aufpassen, nicht in das Gebiet der neuen Reede für die LNG-Tanker zu geraten.


Die Nacht ist zwar kalt, aber dank des Vollmonds nicht wirklich dunkel, Als wir gegen 01.00 Uhr nachts ungefähr auf halber Strecke zwischen Stubbenkammer und Arkona sind, treffen wir die X-41 wieder, die plötzlich neben uns auftaucht, als ob sie hier auf uns gewartet hat. Kap Arkona passieren wir gegen 01:45, und ab hier folgt eine lange Kreuz bis ins Ziel.




Im engen Gellenstrom absolvieren wir dabei auf 1,5 Meilen gefühlte hundert Wenden, aber wenigstens haben wir hier nur minimalen Gegenstrom.
Die letzten Meilen von Parow bis zum Ziel vor der Stralsunder Nordmole gestalten sich dann noch einmal nervenzehrend – der Wind lässt hier doch noch deutlich nach, und die Zielkreuz verläuft entsprechend zäh. Aber 09.41 Uhr am Sonnabend morgen erreichen wir nach einer gesegelten Zeit von 15h, 26min, 02s dann doch das Ziel. Das reicht berechnet für einen zweiten Platz in unserer Klasse, über den wir uns sehr freuen.
Die Ergebnisliste gibt’s hier, eine Fotoserie hier.
Großen Dank an das Team, Wildcard, Thomas Engelbrecht und das ganze Team der Stralsunder Woche!





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